Bistum Freiburg

Lokal ist Trumpf

regionales Hospizmailing

Am Anfang stand die Frage: Macht es Sinn, zentralen Mailings einen regionalen Aufhänger zu geben? Nach einem erfolgreichen Großmailing mit über 400.000 Empfängern ist die Antwort ganz klar: Ja.

Im November 2015 versendete das Referat Fundraising in Zusammenarbeit mit dem Diözesan-Caritasverband Freiburg ein bistumsweites Mailing zugunsten des Ökumenischen Hospiznetzwerks in der Erzdiözese Freiburg. Insgesamt rund 290.000 Euro wurden eingenommen. Die Spenden kamen den fünf stationären Hospizen und den 80 Hospizgruppen in der Erzdiözese zugute.

Testmailing gibt Sicherheit

„Das Mailing hat gezeigt, dass sich die Ergebnisse deutlich verbessern, wenn wir den lokalen Bezug betonen“, sagt Udo Schnieders, Leiter des Referats Fundraising in der Erzdiözese Freiburg. Im Vorfeld des Großmailings hatten die Freiburger ihren regionalen Ansatz getestet: Die eine Hälfte der Adressaten waren Stammspender. Sie erhielten einen allgemeinen Spendenaufruf zu Gunsten der Hospizarbeit. Die andere Hälfte bekam einen Brief mit konkretem Bezug zu ihrer Region: Sie wurden gebeten, für einen Hospizneubau in Mannheim zu spenden. Verwendet wurden Bestandsadressen sowie ein geringer Anteil von Kaltadressen. „Das Ergebnis spricht für sich: Sowohl die Rücklaufquote als auch die Durchschnittsspende waren beim regionalen Aufhänger nahezu doppelt so hoch“, so Schnieders. 

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Ermutig durch das Ergebnis starteten das Referat Fundraising und der Diözesan-Caritasverband Freiburg die Vorbereitung für das bistumsweite Hospizmailings. Für die  gemeinsame Spendenaktion „Wenn das Leben zu Ende geht“ wurden über 400.000 Empfänger angeschrieben. Davon bestand der Großteil aus Kaltadressen. Für jede Adresse wurde vorab recherchiert, im Einzugsgebiet welcher Hospizgruppe sie sich befindet. Insgesamt wurden 85 verschiedene Anschreiben mit lokalem Bezug sowie ein allgemeines Anschreiben erstellt. Jedem Brief wurde zudem ein Informationsblatt mit den Kontaktdaten des regional verantwortlichen Ansprechpartners der Hospizgruppe beigefügt. Rund drei Monate dauerten die Vorarbeiten, dann konnte der Spenderbrief verschickt werden.  

Logistischer Aufwand, der sich rechnet

„Eine besondere Herausforderung war die Logistik“, so Udo Schnieders. Die Dienstleister mussten koordiniert und die Andrucke aller 86 Druckvarianten geprüft und freigegen werden. Die Druckkosten pro Brief waren aufgrund der hohen Auflage jedoch kaum höher als beim Druck eines allgemeinen Anschreibens. „Ein regionalisiertes Mailing lohnt sich erst bei hoher Auflage“, stellt der Referatsleiter fest. Auch die interne Kommunikation war eine Herausforderung, mussten doch insgesamt 85 Akteure informiert und mit einbezogen werden.

Hervorragendes Ergebnis für Hospizarbeit im Erzbistum

„Der Aufwand hat sich gelohnt“, sagt Schnieders. Nicht nur die eingenommene Gesamtsumme erfreut den Fundraising-Experten, auch die Tatsache, dass viele Spenderinnen und Spender reaktiviert werden konnten, ist sehr ermutigend. Sein Fazit: „Wenn wir bei einem Großmailing die Chance haben zu regionalisieren, dann werden wir das wieder tun.“

Die durch diese Spendenaktion eingenommenen 290.000 Euro werden für den Ausbau der Hospizarbeit in der Erzdiözese verwendet. Zudem können Ehrenamtliche mit der finanziellen Unterstützung aus- und fortgebildet werden.Flächendeckend engagieren sich im Erzbistum Freiburg mehr als 2.500 Helferinnen und Helfer in 120 Hospizgruppen ehrenamtlich.

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