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Crowdfunding für den Bonner Martinszug

Martinszug Bonn Crowdfunding Aktion betterplace.org
Dank erfolgreichem Crowdfunding kann der Bonner Martinszug auch in diesem Jahr stattfinden.

Jedes Jahr ziehen rund um den Martinstag am 11. November über 1500 Kinder aus neun Kindertagesstätten und Schulen mit Laternen durch die Innenstadt von Bonn, rund doppelt so viele Zuschauer verfolgen das Geschehen. Damit ist der Bonner Martinszug einer der größten im Rheinland. In diesem Jahr findet der Umzug am 12. November statt. Doch auch schon in den Tagen vorher sind viele Aktionen geplant. Der Besuch von Schulen, Kitas, Altenheimen und der Uni-Kinderklinik gehören dazu. Außerdem muss der Einsatz der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer koordiniert werden. Mächtig viel Arbeit also, weshalb die Vorbereitungen schon seit dem Sommer laufen.

Neue Finanzierungswege mit Crowdfunding

Die verschiedenen Aktionen und der Martinszug selbst machen aber nicht nur viel Mühe, sondern kosten auch Geld. 17.000 Euro wurden veranschlagt, die zum Teil durch Zuschüsse der Stadt und des katholischen Gemeindeverbandes Bonn finanziert werden. Die Martinslotterie deckte in der Vergangenheit einen Teil der Kosten ab, wurde aber in diesem Jahr nicht mehr veranstaltet. „Die Lotterie wurde von den Bürgern nicht mehr angenommen. Wir brauchen aber Spenden“, erklärte der Leiter der Citypastoral Bonn und Projektleiter der Martinsaktion Sebastian Stiewe gegenüber dem „General-Anzeiger Bonn“. Die Citypastoral hat deshalb beschlossen, einen neuen Weg der Finanzierung auszuprobieren und startete eine Crowdfunding-Kampagne.

Spender suchen sich Projekte selbst aus

Dort kann gezielt gespendet werden, zum Beispiel für das Pferd des heiligen Martin, für die Musikkapellen und die Sicherheitskräfte, das Preisgeld für den Laternenwettbewerb, die Mietwagen, um die Besuche in den verschiedenen Einrichtungen zu ermöglichen, und auch für 2700 Weckmänner (ein traditionelles Hefegebäck in der Form eines stilisierten Männchens) wurde Geld benötigt. Jeder Spender kann sich daher aussuchen, wofür genau sein Geld zum Einsatz kommt. Am teuersten ist dabei die Beleuchtung des Münsters, die allein 2618 Euro kostet.

Ziel schon vorher erreicht

Fundingziel sind 10.000 Euro – die bereits einige Tage vorher eingespielt waren. Spender Christian R., der sich mit 20 Euro beteiligte, schrieb: „Der Bonner Martinszug ist jedes Jahr ein echtes Highlight, das ich gerne unterstütze.“ Und auch an die vielen Helfer wurde dabei gedacht: „Für mich ist gerade die Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements wichtig, daher unterstütze ich gerne einen Dankeabend“, betonte ein anonymer Spender, der 50 Euro beisteuerte.

Weitere Infos zum Martinsfest in Bonn und den Spendenmöglichkeiten gibt es unter martinszug-bonn.de.

Text: UNi
Foto: Superbass/CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)

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