Fundraising aktuell

Fundraising für die Würzburger Franziskaner

Franziskanerkloster Würzburg Umbau Fundraising
Bei einer Baustellenbegehung besichtigen die Franziskaner-Brüder schon mal ihre neuen Räume.

Seit fast 800 Jahren gibt es das Franziskanerkloster in Würzburg schon. 2021 steht das große Jubiläum an – ein guter Anlass, um die in die Jahre gekommenen Gebäude zu renovieren. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kloster bis auf die Außenmauern zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Inzwischen braucht es aber erneut eine Sanierung und die von den Ordensbrüdern genutzte Fläche soll bei dieser Gelegenheit etwas verkleinert werden.

Noch 18 von ihnen leben derzeit im Kloster, obwohl der Komplex 50 Personen aufnehmen könnte. Einige Gebäudeteile werden inzwischen anderweitig genutzt. Das Kloster hat z.B. eines seiner Grundstücke an ein Hotel in direkter Nachbarschaft verpachtet, das auf der Fläche einen Erweiterungsbau mit rund 90 Betten und einer Tiefgarage eingerichtet hat. Auch ein ehemaliges Internat wird mittlerweile vermietet.

Insgesamt also viel freie Fläche, die Kosten verursacht und genutzt werden will. 2014 wurde zum ersten Mal über einen Umbau nachgedacht. Während der Planungen wurden die Kosten dafür auf rund 7,5 Millionen Euro kalkuliert, von denen das Kloster 1,2 Millionen aus Spenden finanzieren muss.

Fachkundige Hilfe vom Fundraising-Berater

Die Gemeinschaft der Ordensbrüder wandte sich an die Diözese Würzburg und bekam fachkundige Unterstützung von Fundraising-Manager Dr. Martin Schwab. Er leitet die Fundraising-Beratung der Diözese. Daraufhin wurde eine Kommission aus drei Brüdern gebildet, die zusammen mit dem Fundraising-Experten alles genau plante. Unter ihnen war Bruder Steffen Behr, der selbst Architekt ist und die Koordination des gesamten Projektes übernahm, der Guardian des Kloster Bruder Josef Bodensteiner sowie auch ein älterer Bruder, der viele nützliche Erfahrungen einbrachte.

Mithilfe einer SWOT-Analyse wurde zunächst eine Strategie entwickelt. Zunächst wurde ein Spendenflyer entworfen und für den musste auch ein Slogan her. Da das Kloster direkt in der Innenstadt Würzburgs liegt und auch viele soziale Funktionen übernimmt, ist es den Bürgern gut bekannt. So bietet das Kloster eine Straßenambulanz an, ist täglich Anlaufpunkt für Menschen, die beichten wollen, und lädt auch zu Gottesdiensten ein. Da liegt es nahe, die Bürger Würzburgs mit ins Fundraising-Boot zu holen. Der Claim lautet deshalb „Wir – mit Ihnen – für Sie. Die Franziskaner in Würzburg“.

Im Spendenflyer wird darüber informiert, warum der Umbau nötig ist und wie viel Geld dafür gebraucht wird. 2016 wurde z.B. das traditionelle Klosterfest dafür genutzt, um das Vorhaben bekannt zu machen. Es gab einen Infostand und mehrere Führungen durch den Gebäudekomplex. Die Einnahmen aus Essen- und Getränkeverkauf flossen in den Spendentopf. Natürlich war auch jeder dazu aufgerufen, zusätzlich einen Betrag seiner Wahl zu geben.

Ein Dankeschön zum Umhängen

Weiterhin wurden Spendenbriefe mit persönlichen Anschreiben verschickt. Wer das Kloster unterstützte, bekam zur „Halbzeit“ nicht nur einen Bericht über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen, sondern durfte sich auch über ein kleines Dankeschön freuen. „Wir haben den Spendern das Tau-Zeichen, das Erkennungszeichen der Franziskaner-Minoriten, an einer Kette zum Umhängen geschickt“, erzählt Bruder Steffen.

Auch eine eigene Internetpräsenz zum Klosterumbau wurde eingerichtet. Dort gibt es auch ein Spendenbarometer, das den aktuellen Spendenstand anzeigt. Regelmäßige Pressearbeit über besondere Ereignisse im Zusammenhang mit der Sanierung und Sonderkollekten während der Gottesdienste haben außerdem zum Erfolg beigetragen. Und der kann sich mehr als sehen lassen: 920 000 Euro brachten die Fundraising-Aktionen bis jetzt ein (Stand Januar 2019). Im Januar 2019 waren die Baumaßnahmen beendet.

Weitere Spenden erwünscht

Um die noch fehlenden Gelder zusammenzubekommen, darf natürlich weiter gespendet werden. „Wir haben auch eine Broschüre zum Thema Erbschaftsspenden herausgegeben“, berichtet Bruder Steffen. Er kann sich gut vorstellen, dass dies für viele Menschen eine interessante Option ist.

Wer an die Franziskaner in Würzburg spenden möchte, kann das unter Liga Bank Würzburg, IBAN: DE69 7509 0300 0003 0164 55, BIC: GENODEF 1M05.

Text: Ute Nitzsche
Foto: Franziskaner Würzburg

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