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Kirchenarchiv erhält Künstler-Nachlass

Enkel des Künstlers Peter Hecker vermacht dem Historische Archiv des Erzbistums Köln eine Vielzahl von dessen Werken.
Auch ein Spendenplakat-Entwurf befindet sich in dem Nachlass

Ein Enkel des Künstlers Peter Hecker hat dem Historische Archiv des Erzbistums Köln eine Vielzahl von dessen Werken vermacht.

Das Historische Archiv des Erzbistums Köln hat am Donnerstag ein besonderes Geschenk entgegengenommen: Thomas Lütz, der Enkel des Künstlers Peter Hecker, hat dem Archiv einen Teil des unveröffentlichten Nachlasses seines Großvaters vermacht. Insgesamt handelt es sich um 185 Werke, die in den vergangenen Monaten bereits von Mitarbeitern des Archivs gereinigt und für die Archivierung vorbereitet wurden.

Nachlass muss noch erforscht werden

Unter den Archivalien sind sowohl einfache Skizzen als auch fertiggestellte Entwürfe für Wandmalereien oder Kirchenfenster zu finden. Darunter auch ein Entwurf für ein Spendenplakat für den Kölner Dom (Foto). Es ist aber unklar ob dieser Entwurf wirklich als Plakat gedruckt wurde. Noch sind die Skizzen und Entwürfe nicht erforscht oder erhaltenen Malereien von Peter Hecker zugeordnet. Das sei eine Herausforderung der nächsten Jahre, sagte Archivleiter Dr. Ulrich Helbach.

Generalvikar Dr. Dominik Meiering dankte Thomas Lütz, dem Enkel des Künstlers, und betonte die Bedeutung des Erbes: „Mit dem Nachlass des Künstlers Peter Hecker dürfen wir hier nun Archivalien hüten, die in eindringlicher Weise Glaubenserfahrungen im ereignisreichen 20. Jahrhundert behandeln – in Zeiten des Umbruchs, mit Christus als zeitlosem Wegweiser.“

Bedeutende künstlerische Arbeiten in Kirchen des Erzbistums

Peter Hecker (1884-1971) hat sich insbesondere durch monumentale, expressionistische Wandmalereien, die insbesondere in rheinischen Kirchen zu finden sind, hervorgetan. Eines seiner bekanntesten Werke ist die Gestaltung des Gewölbes unterhalb der Sänger- und Orgelempore im nördlichen Querhaus im Kölner Dom. Dort hat er seinen Auftraggeber, Kardinal Frings, Geige spielend verewigt. Außerdem beendete er in den 1960er Jahren die Ausgestaltung von St. Albertus Magnus in Köln-Lindenthal. Den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges fielen zahlreiche seiner frühen Monumentmalereien zum Opfer, darunter auch die wegweisende Ausgestaltung der Pfarrkirche St. Mechtern in Köln-Ehrenfeld, die 1944 zerstört wurde.

Bild: Historisches Archiv Erzbistum Köln
Text: MD/PEK

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