Fundraising aktuell

Stuhlpaten fürs neue Pfarrheim gesucht

Stuhlpatenschaften Grafenrheinfeld l
Die Ministrantinnen und Ministranten der Pfarrei Grafenrheinfeld beteiligten sich gerne an der Aktion „Stuhlpatenschaft“ – inklusive Sitzprobe.

Ein klassisches Fundraisingprojekt: Die Pfarrei Grafenrheinfeld in der Nähe der fränkischen Industriestadt Schweinfurt baut ein neues Pfarrheim. Das alte ist in die Jahre gekommen und das neue sollte den Menschen im Dorf eine Heimat für die nächsten Jahrzehnte bieten. Rund 50 000 Euro der Kosten sollen durch Spenden gedeckt werden. Vier Frauen und ein Mann finden sich ehrenamtlich für zwei Jahre zu einer Projektgruppe Fundraising zusammen, um sich dieser Herausforderung zu stellen. Ein Beraterduo der Stabsstelle Fundraising der Diözese begleitet das Team.

Stuhlpatenschaft findet Zustimmung

Nach zwei Organisationsanalysen – eine mit Blick auf die vorhandenen gelingenden Beziehungen und eine mit Blick auf das eigene Profil – klären die Verantwortlichen Mission, Slogan und Danksystematik. Bei den Fundraisinginstrumenten findet auf Basis der Analysen die Stuhlpatenschaft schnell Zustimmung und wird als eine der ersten Aktionen angegangen.

Ein erster Schritt ist die Anschaffung der Stühle inklusive „Probe sitzen“. Schließlich soll der Stuhl etwas taugen. Daneben bietet das Produkt noch einen besonderen Clou: eine Kerbe oben in der Lehne – für den Riemen der Handtasche. Man denkt eben mit in Grafenrheinfeld.

Fundraising auf allen Kanälen

Es folgt die Vermarktung unter dem Slogan „Ein Platz für dich und mich!“. Die Fundraisingruppe kommuniziert auf allen Kanälen: der eigenen Website, im Pfarrbrief, mit einem selbst gestalteten Flyer sowie durch persönliche Ansprache besonders verheißungsvoller Kandidaten und Organisationen. Denn die Stuhlpatenschaft beschränkt sich nicht nur auf private Spenderinnen und Spender.

In die Würdigung der Stuhlpaten investiert die Gruppe einige Energie. Die erste kreative Idee ist etwas ganz Besonderes: Man will im Foyer des Pfarrheims mit dem Namen der Spender bedruckte bunte Stoffstreifen von der Decke baumeln lassen. Sozusagen eine „Hall of Fame“ ganz besonderer Art. Die Verantwortlichen der Pfarrei sind davon nicht angetan – hier zeigt sich konkret, wie eng Fundraising und Organisationsentwicklung zusammenhängen. Die Gruppe zieht sich nicht beleidigt zurück, sondern überlegt sich eine neue Idee. Ein Buch mit dem Namen der Spenderinnen und Spender, das auf einem schön gestalteten Pult im Eingangsbereich des Foyers steht und einlädt, zu blättern.

Mehr als 100 Patenschaften

So kommen bis heute mehr als 100 Stuhlpatenschaften zusammen. Es beteiligen sich Menschen und Organisationen, mit denen man nicht rechnet – aber auch umgekehrt. Die Projektarbeit ist mittlerweile beendet, aber Stühle werden immer noch gespendet. So sieht Nachhaltigkeit aus.

Text: Dr. Martin Schwab/Leiter Stabsstelle Fundraising der Diözese Würzburg
Foto: Daniela Schneider

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