Bistum Hildesheim

Unternehmen erwarten heute Partner

Das Basilikabier – ein Starkbier mit Spendenanteil - gelungene Unternehmenskooperation

Kooperationen von Unternehmen mit Vereinen und Stiftungen haben Konjunktur. Das funktioniert auch mit Kirchen als Partner.

Unternehmenskooperation war jahrelang nur Sponsoring. Ein Unternehmen finanzierte eine Leistung und erhielt im Gegenzug Werbeleistungen. Etwa ein Banner, einen Auftritt auf einem Event oder wurde mit Logo auf Website oder in der Gemeindezeitung erwähnt. Unternehmen spendeten auch, aber das war für Unternehmen nicht so interessant. Reimund Wolf, Experte für dieses Thema beim Fundraisingbüro des Bistums Hildesheim weiß auch, warum: „Beim Sponsoring kann die Firma das eingesetzte Geld zu 100 Prozent als Betriebskosten absetzen. Beim Spenden geht das nicht, und deshalb ist es weniger attraktiv.“

Mehr als Sponsoring

Heute ist Unternehmenskooperation viel mehr. Denn Firmen haben erkannt, dass es nicht reicht, nur ein guter Arbeitgeber oder Spender zu sein. Man will sich als guter Bürger präsentieren und entwickelt dafür Corporate Social Responsibility-Strategien. Diese unternehmerische Verantwortung zeigt sich dann in den verschiedensten Ausprägungen. Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen und werden dafür vom Unternehmen freigestellt oder dürfen dessen Ressourcen nutzen (Corporate Volunteering), oder Produkte werden speziell für gemeinnützige Projekte verkauft, um diese mit dem Erlös mitzufinanzieren. Für dieses Cause Related Marketing gibt es ein aktuelles Beispiel im Bistum Hildesheim. Seit letztem Jahr verkauft die Brauerei Neunspringe in Worbis ein „Basilika-Bier“ zugunsten der Renovierung der Basilika Duderstadt. „Eine Brauerei aus dem Thüringer Eichsfeld liefert das Bier für eine Basilika im niedersächsischen Eichsfeld“, ist Propst Bernd Galluschke erfreut. „An diesem Beispiel sieht man gut, dass es heute um Partnerschaften mit Unternehmen geht, die für beide Seiten ein Gewinn sein sollen“, erläutert Reimund Wolf. „Die Brauerei macht mit einem besonderen Bier, das sich durch den Spendenanteil von anderen Bieren zusätzlich unterscheidet, einen Umsatz, und der Gemeinde nutzt die Aufmerksamkeit für das Thema und der Teilerlös für die Finanzierung der Renovierungskosten.“

Regionale Partner sind einfacher zu überzeugen

Der Beginn einer solchen Kooperation ist immer eine Recherche nach passenden Kontakten in der Kirchengemeinde. „Partner die man schon kennt, oder die aus der Region kommen, sind einfacher zu überzeugen,“ weiß Wolf zu berichten. Er empfiehlt, ein klares Konzept zu entwickeln und dem Unternehmen die Chance zu geben, schon in einer frühen Phase einzusteigen. „Das ist wichtig, denn Unternehmen bieten nicht nur Geld sondern auch Ideen und Erfahrung.“ Deshalb sollte mit der Planung mindestens ein Jahr vorher begonnen werden. Das Fundraisingbüro unterstützt dabei gern bei der Konzeptentwicklung.

Text: MD, Foto: Stefan Burchard, Probsteikirche St. Cyriacus

Zurück

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. weiterlesen ...