Spenden & Kirche

Erste Schritte im Gemeinde-Fundraising

Sollen Projekte der Kirchgemeinde gelingen, braucht es vor allem aktive Menschen, die etwas bewegen wollen. Doch meist fehlt es an Expertise. Unsere Experten geben Rat, worauf es in den ersten Schritten ankommt.

 

Einer der wichtigsten Grundsätze im Fundraising ist der, dass Menschen ihr Engagement und ihr Geld nur jenen geben, denen sie vertrauen. Deshalb ist es wichtig, zuerst ein gutes Team zusammenzustellen, das dieses Vertrauen in der Gemeinde genießt, aber auch arbeitsfähig, also aktiv ist. Vorrangig geht es nämlich nicht darum, Geld einzusammeln, sondern Menschen für das Projekt zu begeistern. Denken Sie an Paulus und die von ihm beschriebene Kraft der Gemeinde.

Talente suchen

Grundsätzlich hat es die Kirche leichter, Mitstreiter zu finden, denn sie ist die mitgliederstärkste Spendenorganisation Deutschlands. In der Gemeinde kennt man sich, lebt schon seit Jahren zusammen, was die Teambildung einfacher machen sollte. Achten Sie dabei besonders darauf, Menschen mit vielfältigen Talenten ins Boot zu holen. Menschen, die präsentieren können und überzeugend auftreten, sind genauso wichtig, wie Menschen, die sich im Hintergrund um Spendenbescheinigungen und die korrekte Verbuchung bemühen. Auch eine gute Altersmischung kann helfen, verschiedene Sichtweisen auf das Projekt einzubringen und Erfahrung und Innovation zu bündeln.

Um Unterstützung bitten

Es geht, wie gesagt, um Beziehungen zu Menschen. Das bedeutet, dass Sie zunächst nicht um Geld bitten sondern Menschen für ihre Arbeit begeistern, sie mit einem guten Konzept überzeugen und um Unterstützung bitten sollten. Das fällt sowieso leichter und ist auch eine Chance dem Gegenüber respektvoll zu zeigen, dass er sich einbringen kann und nicht von Ihnen überfordert wird. Denn seien wir ehrlich: Wir sind oft überrascht zu erleben, wozu Menschen in der Lage sind und müssen Vorurteile schnell revidieren. Sehen Sie es als gelebte Teilhabe an der Gemeindearbeit und lassen Sie sich überraschen!

Experten helfen

Das schöne Prinzip mit dem Projekt zu lernen und Fehler zuzulassen, liegt nicht jedem. Zumal, wenn das Anfangsbudget schmal ist. Experten in den Bistümern stehen deshalb mit Rat oder sogar fachlicher Begleitung zur Seite und bringen ihre Erfahrungen im kirchlichen Fundraising ein. Ihre eigenen Ideen haben dabei Priorität, denn die Kraft liegt in Ihrer Gemeinde, nicht bei den Experten. Schnell werden Sie merken, wie Sie an Professionalität gewinnen und die ersten Erfolge ihnen recht und Auftrieb geben.

Gemeinsame Sache

Menschen für ein Projekt und dann für Spenden zu begeistern, verlangt oft auch Augenhöhe. Da ist der Pfarrer gefordert. Das heißt aber nicht, dass die Aufgabe der Geldbeschaffung allein beim Pfarrer liegt. Im Gegenteil: Manchmal sind Ehrenamtliche , die sich engagieren und Zeit investieren sogar glaubwürdiger. Sie stecken mit Begeisterung, Betriebsamkeit und Freude an. Sehen Sie deshalb Fundraising immer als Teamwork der ganzen Gemeinde!

Klare Ziele und Motivation

Einigen Sie sich in der Gemeinde, welche Ziele Sie mit dem Projekt verfolgen und was ihnen dabei besonders wichtig ist. Einigen Sie sich deshalb erst intern, bevor Sie in die Gemeinde gehen, damit sie mit einer Stimme glaubhaft ihre Position beziehen können. Ganz wichtig: Feiern Sie ihre Erfolge, auch auf Zwischenetappen, gemeinsam mit den Spendern! Das gibt Ihnen Motivation und macht andere Menschen auf Ihr Projekt aufmerksam.

Gute Angebote

Menschen haben nicht viel Zeit, gerade deshalb ist es wichtig, Angebote zu machen, mit denen Menschen mitgehen können. Spenden sollte einfach und nicht kompliziert sein. Erklären Sie zum Beispiel, was mit einer Spendensumme X konkret erreicht werden kann, und bieten Sie verschiedene Spendenhöhen an. Das hebt das Vertrauen und macht die Spende anschaulich. Die Bitte um ehrenamtliche Hilfe sollte mit konkreten Arbeitsaufgaben und zeitlichen Vorstellungen verknüpft sein. So ist es einfacher abzuschätzen, ob man das leisten kann.

Abseits der Kirchgemeinde

Immer wieder erstaunlich ist, dass sich besonders bei Kirchbauprojekten auch Menschen beteiligen, die nicht in der Kerngemeinde aktiv sind oder gar nicht der katholischen Gemeinde angehören. Trotzdem haben sie eine Verbindung mit dem Projekt, oft durch Freunde und Verwandte, die dem Projekt nah stehen. Auch hier geht es um Vertrauen. Fordern Sie deswegen die Gemeinde aktiv auf, über Ihr Projekt zu sprechen und Hinweise auf Unterstützer zu geben. So kann man sich auch ohne finanzielle Beteiligung einbringen.


Schlagworte: Gemeinde, erste Schritte, Fundraising, Kirche, Vertrauen, Experten, Spenden
Bildquelle: glgec_Fotolia

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